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Ultor ist der Gott des Lichts, der Gerechtigkeit und des Richtens. Seine Anhänger betrachten ihn als entschiedensten Streiter gegen Chaos und das Böse. Die ultorianische Kirche ist in sieben Orden gegliedert, deren Aufgaben auf die sieben Propheten zurückgeführt werden. | |||
== Ursprung des Glaubens == | |||
Die Anfänge reichen bis in die letzte Pharaonendynastie zurück. Aus einer Freiheitsbewegung gegen die Herrschaft der Pharaonen entwickelte sich eine der mächtigsten Religionen der Welt. Der Name Uhol-Thor wird im Alt-Anarischen als „Oberster Richter“ gedeutet. | |||
Als erster namentlich bekannter Anführer gilt Vark-Hash. Später wurde er nach ultorianischer Lehre von [[Malagash]] verführt und ging als Varkaz, erster Erzdämon des Chaos, in die Geschichte ein. Schließlich soll er seine Verfehlung erkannt und sich gegen Malagash gestellt haben. Nach seiner Vernichtung vergab Ultor ihm und ließ aus den Teilen seines Körpers die sieben Propheten entstehen. | |||
== Glaubenslehre == | |||
Ultors Gerechtigkeit steht für seine Anhänger über jedem weltlichen Recht. Priester sind zum Richten verpflichtet und sollen die Gesetze ihres Gottes auch gegenüber anderen durchsetzen. Tradition, Disziplin, Gehorsam, Opferbereitschaft und Mut gehören zu den zentralen Tugenden. Anhänger des Chaos und Schwarzmagier sollen durch die Heilige Flamme geläutert werden. | |||
Die Zahl Sieben besitzt besondere Bedeutung: Es gibt sieben Propheten und sieben Orden, der [[Codex Veritas]] umfasst sieben Kapitel und Gebete werden traditionell siebenmal am Tag verrichtet. Der Codex Veritas ist die heilige Schrift, in der die durch Auserwählte verkündeten Worte Ultors gesammelt sind. | |||
Das Glaubenssymbol ist die heilige Schwertwaage. Ein Schwert, die Trennlinie zwischen Licht und Dunkelheit sowie die Waagschalen verbinden Rechtsprechung, Läuterung und göttliches Urteil. | |||
== Kirche, Synode und Inquisition == | |||
Die sieben Ordensführer werden als [[Nuntii|Nuntii Sacratissimi]] bezeichnet. Sie gelten als irdische Vertreter der Propheten und werden nach kirchlicher Lehre durch ein göttliches Zeichen bestimmt. Gemeinsam bilden sie die [[Synode|Heilige Synode]], die in Glaubensfragen die höchste Urteilsmacht besitzt. Beschlüsse eines Konzils werden erst durch die Bestätigung der Synode bindend. | |||
Die Heimstatt der Synode entstand der Überlieferung zufolge dort, wo später [[Aklon-Stadt]] gegründet wurde. Bis zum Jahr 5036 lag dort auch der Sitz der heiligen ultorianischen Kirche. Als die Nuntii Tergon von Praxitien und Tirene von Lanelindir die Legitimation [[Wentzel Torwendil|Wentzel Torwendils]] als König von [[Aklon]] anerkennen mussten, verschärfte dessen Ruf als vermeintlicher Graumagier den Konflikt zwischen Krone und Kirche. Die Kirche verlegte ihren Sitz daraufhin nach [[Urs Sanctum]]. Ihre weißen, schwarz abgesetzten Gewänder und die weißen Waffenröcke der Ordensritter sind weithin bekannt. | |||
Die [[Inquisition]] steht außerhalb der sieben Orden und untersteht unmittelbar der Synode. Sie schreitet bei konkretem Verdacht auf Ketzerei, Häresie, Schwarzmagie oder Zusammenarbeit mit dem Chaos ein. Ihre obersten Amtsträger sind nur den sieben Nuntii verantwortlich. | |||
== Die sieben Orden == | |||
=== Orden der reinigenden Flamme === | |||
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Dieser orthodoxe Orden widmet sich der Befragung, Läuterung und Verfolgung von Chaosanbetern und Schwarzmagiern. Viele Läuterer und Befrager der Inquisition stammen aus seinen Reihen. Sein Prophet ist Tarquiel. | |||
=== Orden des reinigenden Blutes === | |||
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Der Orden erforscht und bekämpft dämonische Einflüsse sowie andere chaotische Perversionen. Seine Exorzisten werden häufig von Ordensrittern geschützt. Der Prophet des Ordens ist Jeseniel. | |||
=== Orden der gnadenvollen Vergebung === | |||
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Dieser vergleichsweise gemäßigte Orden vertritt die Überzeugung, dass selbst schwer verderbte Wesen einen Versuch der Umkehr verdienen. Er entwickelt die Heilkunst weiter und betreibt Hospitäler, Hospize und Lazarette. Seine Prophetin ist Isidoria. | |||
=== Orden des geflügelten Wortes === | |||
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Die Missionare dieses Ordens reisen in entlegene Teile der Welt und verbreiten dort die Lehre Ultors. Viele Priester kleiner Gemeinden entstammen seinen Reihen. Der Prophet des Ordens ist Baratäus. | |||
=== Orden des wissenden Geistes === | |||
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Dieser Orden sammelt, bewahrt und verarbeitet Wissen. Seine Klosterbibliotheken sind berühmt; ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Dämonologie und der Erforschung wahrer Dämonennamen. Sein Prophet ist Marathenan. | |||
=== Orden des gerechten Zorns === | |||
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Der radikal auftretende Orden gilt als Informationsquelle der Inquisition und soll über ein weitreichendes Netz von Kundschaftern verfügen. Über seine tatsächliche Arbeit sind nur wenige gesicherte Tatsachen bekannt. Sein Prophet ist Deragar. | |||
=== Orden des reinigenden Schwertes === | |||
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Die Schwertbrüder sind keine Priester, sondern der weltliche und militärische Arm der Kirche. Der zahlenmäßig größte Orden nimmt zu Ehren seiner Prophetin Roundir ausschließlich Männer auf. An seiner Spitze steht der Großmeister, der in Kriegszeiten den Oberbefehl über die kirchlichen Streitkräfte führt. Gegenwärtig wird der Orden von Großmeister Bela von Trodt geführt. | |||
== Ordensgruppen und Hierarchie == | |||
Traditionell werden die Orden drei Strömungen zugeordnet: | |||
* '''Orthodoxe:''' gerechter Zorn und reinigende Flamme | |||
* '''Gemäßigte:''' reinigendes Blut, wissender Geist und geflügeltes Wort | |||
* '''Liberale:''' gnadenvolle Vergebung und reinigendes Schwert | |||
Innerhalb eines Klosters steht gewöhnlich der Abt an der Spitze, gefolgt vom Prior als Stellvertreter. Darunter stehen Brüder und Schwestern sowie die noch ungeweihten Novizen. Die Stellvertreter der Nuntii heißen Custodes. Laien außerhalb der sieben Orden werden als Minoriten und Minoritinnen bezeichnet. | |||
[[Datei:Ultor_Struktur_5037.png|zentriert|rahmenlos|900px|Struktur der ultorianischen Kirche im Jahr 5037]] | |||
== Weiterführende Materialien == | |||
* [[:Datei:Ultor_Handout_2.1.pdf|Ultor-Handout 2.1]] | |||
* [[:Datei:Ultor_Glossar.pdf|Ultorianisches Glossar]] | |||
* [[:Datei:Ultor_Ordenssymbole.pdf|Symbole der sieben ultorianischen Orden]] | |||
* [[:Datei:Ultor_Struktur_5037.svg|Struktur der ultorianischen Kirche im Jahr 5037]] | |||
* Die überlieferten Glaubensschriften sind unter [[Chroniken und In-Time-Dokumente#Ultor|Chroniken und In-Time-Dokumente]] gesammelt. | |||
== Entwicklung seit 5037 == | |||
Die Synode hat ihren Sitz seit 5036 in Beackett im Glaubensstaat [[Urs Sanctum]]. In den folgenden Jahren wurden mehrere Leitungsämter neu geordnet. Thurnaviel Lataniusior wurde nach einem als göttliches Zeichen verstandenen Eingreifen zum Nuntius der Reinigenden Flamme erhoben. Chyron Aurele wurde Custos des Wissenden Geistes. Tabalir Kirbandur, Nuntius des Reinigenden Blutes, gilt weiterhin als verschwunden. | |||
Bis 5041 verlagerte die Kirche ihren Schwerpunkt stärker auf geistliche Disziplin, Opferbereitschaft, Ausbildung und den Kampf gegen dämonische Kräfte. Tagespolitischer Einfluss trat demgegenüber zurück. Die bekannten Amtsträger sind unter [[Nuntii]] zusammengefasst. | |||
Aktuelle Version vom 6. September 2026, 07:25 Uhr
| Ultor | |
|---|---|
| Aspekte | Licht, Gerechtigkeit und Richten |
| Anhänger | Ultorianische Kirche und sieben Orden |
| Orte | Urs Sanctum, Beackett |
| Gegenspieler | Malagash und die Mächte des Chaos |
| Kult | Heilige Synode, Inquisition und sieben Orden |
| Status | Verehrte Gottheit |
Ultor ist der Gott des Lichts, der Gerechtigkeit und des Richtens. Seine Anhänger betrachten ihn als entschiedensten Streiter gegen Chaos und das Böse. Die ultorianische Kirche ist in sieben Orden gegliedert, deren Aufgaben auf die sieben Propheten zurückgeführt werden.
Ursprung des Glaubens
Die Anfänge reichen bis in die letzte Pharaonendynastie zurück. Aus einer Freiheitsbewegung gegen die Herrschaft der Pharaonen entwickelte sich eine der mächtigsten Religionen der Welt. Der Name Uhol-Thor wird im Alt-Anarischen als „Oberster Richter“ gedeutet.
Als erster namentlich bekannter Anführer gilt Vark-Hash. Später wurde er nach ultorianischer Lehre von Malagash verführt und ging als Varkaz, erster Erzdämon des Chaos, in die Geschichte ein. Schließlich soll er seine Verfehlung erkannt und sich gegen Malagash gestellt haben. Nach seiner Vernichtung vergab Ultor ihm und ließ aus den Teilen seines Körpers die sieben Propheten entstehen.
Glaubenslehre
Ultors Gerechtigkeit steht für seine Anhänger über jedem weltlichen Recht. Priester sind zum Richten verpflichtet und sollen die Gesetze ihres Gottes auch gegenüber anderen durchsetzen. Tradition, Disziplin, Gehorsam, Opferbereitschaft und Mut gehören zu den zentralen Tugenden. Anhänger des Chaos und Schwarzmagier sollen durch die Heilige Flamme geläutert werden.
Die Zahl Sieben besitzt besondere Bedeutung: Es gibt sieben Propheten und sieben Orden, der Codex Veritas umfasst sieben Kapitel und Gebete werden traditionell siebenmal am Tag verrichtet. Der Codex Veritas ist die heilige Schrift, in der die durch Auserwählte verkündeten Worte Ultors gesammelt sind.
Das Glaubenssymbol ist die heilige Schwertwaage. Ein Schwert, die Trennlinie zwischen Licht und Dunkelheit sowie die Waagschalen verbinden Rechtsprechung, Läuterung und göttliches Urteil.
Kirche, Synode und Inquisition
Die sieben Ordensführer werden als Nuntii Sacratissimi bezeichnet. Sie gelten als irdische Vertreter der Propheten und werden nach kirchlicher Lehre durch ein göttliches Zeichen bestimmt. Gemeinsam bilden sie die Heilige Synode, die in Glaubensfragen die höchste Urteilsmacht besitzt. Beschlüsse eines Konzils werden erst durch die Bestätigung der Synode bindend.
Die Heimstatt der Synode entstand der Überlieferung zufolge dort, wo später Aklon-Stadt gegründet wurde. Bis zum Jahr 5036 lag dort auch der Sitz der heiligen ultorianischen Kirche. Als die Nuntii Tergon von Praxitien und Tirene von Lanelindir die Legitimation Wentzel Torwendils als König von Aklon anerkennen mussten, verschärfte dessen Ruf als vermeintlicher Graumagier den Konflikt zwischen Krone und Kirche. Die Kirche verlegte ihren Sitz daraufhin nach Urs Sanctum. Ihre weißen, schwarz abgesetzten Gewänder und die weißen Waffenröcke der Ordensritter sind weithin bekannt.
Die Inquisition steht außerhalb der sieben Orden und untersteht unmittelbar der Synode. Sie schreitet bei konkretem Verdacht auf Ketzerei, Häresie, Schwarzmagie oder Zusammenarbeit mit dem Chaos ein. Ihre obersten Amtsträger sind nur den sieben Nuntii verantwortlich.
Die sieben Orden
Orden der reinigenden Flamme

Dieser orthodoxe Orden widmet sich der Befragung, Läuterung und Verfolgung von Chaosanbetern und Schwarzmagiern. Viele Läuterer und Befrager der Inquisition stammen aus seinen Reihen. Sein Prophet ist Tarquiel.
Orden des reinigenden Blutes

Der Orden erforscht und bekämpft dämonische Einflüsse sowie andere chaotische Perversionen. Seine Exorzisten werden häufig von Ordensrittern geschützt. Der Prophet des Ordens ist Jeseniel.
Orden der gnadenvollen Vergebung

Dieser vergleichsweise gemäßigte Orden vertritt die Überzeugung, dass selbst schwer verderbte Wesen einen Versuch der Umkehr verdienen. Er entwickelt die Heilkunst weiter und betreibt Hospitäler, Hospize und Lazarette. Seine Prophetin ist Isidoria.
Orden des geflügelten Wortes

Die Missionare dieses Ordens reisen in entlegene Teile der Welt und verbreiten dort die Lehre Ultors. Viele Priester kleiner Gemeinden entstammen seinen Reihen. Der Prophet des Ordens ist Baratäus.
Orden des wissenden Geistes

Dieser Orden sammelt, bewahrt und verarbeitet Wissen. Seine Klosterbibliotheken sind berühmt; ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Dämonologie und der Erforschung wahrer Dämonennamen. Sein Prophet ist Marathenan.
Orden des gerechten Zorns

Der radikal auftretende Orden gilt als Informationsquelle der Inquisition und soll über ein weitreichendes Netz von Kundschaftern verfügen. Über seine tatsächliche Arbeit sind nur wenige gesicherte Tatsachen bekannt. Sein Prophet ist Deragar.
Orden des reinigenden Schwertes

Die Schwertbrüder sind keine Priester, sondern der weltliche und militärische Arm der Kirche. Der zahlenmäßig größte Orden nimmt zu Ehren seiner Prophetin Roundir ausschließlich Männer auf. An seiner Spitze steht der Großmeister, der in Kriegszeiten den Oberbefehl über die kirchlichen Streitkräfte führt. Gegenwärtig wird der Orden von Großmeister Bela von Trodt geführt.
Ordensgruppen und Hierarchie
Traditionell werden die Orden drei Strömungen zugeordnet:
- Orthodoxe: gerechter Zorn und reinigende Flamme
- Gemäßigte: reinigendes Blut, wissender Geist und geflügeltes Wort
- Liberale: gnadenvolle Vergebung und reinigendes Schwert
Innerhalb eines Klosters steht gewöhnlich der Abt an der Spitze, gefolgt vom Prior als Stellvertreter. Darunter stehen Brüder und Schwestern sowie die noch ungeweihten Novizen. Die Stellvertreter der Nuntii heißen Custodes. Laien außerhalb der sieben Orden werden als Minoriten und Minoritinnen bezeichnet.

Weiterführende Materialien
- Ultor-Handout 2.1
- Ultorianisches Glossar
- Symbole der sieben ultorianischen Orden
- Struktur der ultorianischen Kirche im Jahr 5037
- Die überlieferten Glaubensschriften sind unter Chroniken und In-Time-Dokumente gesammelt.
Entwicklung seit 5037
Die Synode hat ihren Sitz seit 5036 in Beackett im Glaubensstaat Urs Sanctum. In den folgenden Jahren wurden mehrere Leitungsämter neu geordnet. Thurnaviel Lataniusior wurde nach einem als göttliches Zeichen verstandenen Eingreifen zum Nuntius der Reinigenden Flamme erhoben. Chyron Aurele wurde Custos des Wissenden Geistes. Tabalir Kirbandur, Nuntius des Reinigenden Blutes, gilt weiterhin als verschwunden.
Bis 5041 verlagerte die Kirche ihren Schwerpunkt stärker auf geistliche Disziplin, Opferbereitschaft, Ausbildung und den Kampf gegen dämonische Kräfte. Tagespolitischer Einfluss trat demgegenüber zurück. Die bekannten Amtsträger sind unter Nuntii zusammengefasst.