Al-Machial

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Al-Machial
Glaubenssymbol Al-Machial
TypGottheit oder Kult

Al-Machial gilt seinen Anhängern als der einzig wahre Gott und Schöpfer der Welt. Nach ihrer Lehre reichte die ursprüngliche Kraft nur aus, um einen einzigen Gott hervorzubringen. Dieser erschuf die Welt und ihre Völker; die übrigen Gottheiten seien lediglich von Al-Machial geschaffene Verkörperungen, mit denen er den unterschiedlichen Vorstellungen der Sterblichen entgegenkam.


Ursprung und Verbreitung

Das Zentrum des Glaubens liegt in Shai-Anarat. Viele Bewohner des Landes betrachten sich als das Volk, das die Vorrangstellung Al-Machials erkannt hat. Andere Religionen gelten ihnen als Irrwege. Neue Gläubige werden dennoch bereitwillig aufgenommen, sofern sie die Gebote Al-Machials vollständig anerkennen.

Die Beziehungen zu anderen Glaubensgemeinschaften sind spannungsreich. Während Andersgläubige zunächst mit einer gewissen Milde bekehrt werden sollen, duldet die Gemeinschaft in ihren eigenen Reihen keine Verehrung anderer Götter. Während der Kreuzzüge der Ultorianer entstand mit den Hadjidim ein Orden heiliger Glaubenskrieger, der die Religion mit Feuer und Schwert verteidigte.

Riten und Priesterschaft

Gebete, Tänze und bestimmte Rauschmittel dienen dazu, den Geist zu öffnen und eine Trance zu erreichen. Dieser Zustand größter Nähe zu Al-Machial wird Tal-Almut genannt. Alkohol wird dagegen abgelehnt, weil er den Geist träge mache und den Zugang zu Offenbarungen verschließe.

Priester, Derwische und Mullahs verkünden die Allmacht ihres Gottes. Die Priesterschaft trägt meist reich verzierte weiße oder schwarze Gewänder, die den gesamten Körper verhüllen; dazu können Turban und Gesichtsschleier gehören.

Die Brücke der Reinheit

Gebete werden auf dem Yarhun-Al-Machud, der Brücke der Reinheit, verrichtet. Dabei handelt es sich um einen kleinen gewebten Teppich, den ein Priester stets mit sich führt. Seine Zeichen und verschlungenen Muster sollen die Dämonen von Sand und Erde fernhalten.

Diese Vorstellung ist eng mit Shai-Anarat verbunden. Sandstürme, Treibsand, Trockenheit, Springfluten in Wadis, Salzsümpfe und giftige Gase werden als Gefahren verstanden, in denen Erde und Sand eine besondere Rolle spielen. Nach dem Glauben der Al-Machiallis verbergen sich darin bösartige Dämonen vor Al-Machial. Der vom Himmel kommende Regen gilt dagegen als göttlicher Segen. Beim Gebet bildet der Yarhun-Al-Machud daher eine geweihte Grenze zwischen den Gläubigen und den Einflüssen der Erde.

Glaubenssymbol und Anhänger

Das Zeichen Al-Machials ist ein weißes oder silbernes Krummschwert auf grünem Grund. Der Glaube findet sich besonders unter Menschen, Elfen, Halblingen und Zwergen.

Glaubensregeln

  • Der Glaube ist mit aller Kraft zu verteidigen. Andere Götter dürfen innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft weder verehrt noch unterstützt werden.
  • Andersgläubige und Unwissende sollen zunächst mit Milde behandelt und vom wahren Glauben überzeugt werden.
  • Gebete sind auf dem Yarhun-Al-Machud zu verrichten; ein Priester führt seine Brücke der Reinheit stets mit sich.

Abweichende Überlieferung

Die arkanen Schriften der Anhänger Malagashs schildern die Entstehung des Glaubens anders. Nach dieser Überlieferung blühte vor mehr als 15.000 Jahren im Nip-Delta des heutigen Shai-Anarat der arkane Glaube. Ein Aufständischer namens Al-Machial habe das Volk gegen die Pharaonen und die Priester Malagashs geführt. Erst nach seinem Tod hätten seine Anhänger ihn durch ihren Glauben zu einer Gottheit erhoben. Diese Darstellung widerspricht ausdrücklich der Lehre der Al-Machiallis.