Aklon: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Lang lebe der König''' | |||
Die | == Überblick == | ||
Aklon entstand nach dem Kataklysmus von 3512 aus den Trümmern des laikerianischen Imperiums. Das Königreich ist ein hochmittelalterlich geprägter Feudalstaat. Die Dynastie Torwendil führt ihre Linie bis zum ersten Herrscher zurück und stellt mit König Wentzel Torwendil den gegenwärtigen Monarchen. | |||
== Reich und Herzogtümer == | |||
Den größten Teil Aklons bilden die sieben Herzogtümer [[Klant]], [[Camberion]], [[Schareck]], [[Tornum]], [[Crysofas]], [[Warall]] und [[Raenna]]. Ihre Herzöge, nachgeordneten Lehnsträger und Gefolgschaften tragen die feudale Ordnung des Reiches. Krone, Adel und Reichsritter sind durch Lehnspflichten, Heeresfolge und königliches Recht miteinander verbunden. | |||
Das Königshaus blieb trotz Attentaten, Krieg und inneren Krisen das wichtigste einigende Symbol. Nach Warnulf I. und Elisabeth Torwendil übernahm Wentzel Torwendil die Krone. Reichsmarschall [[Mark von Schelten]] gehört zu den bedeutenden Amtsträgern. | |||
== Magie und Reichscabalen == | |||
König Wentzel bindet Magier und Cabalen stärker in die staatlichen Strukturen ein. Die [[Die sieben Reichscabalen Aklons|sieben Reichscabalen Aklons]] stehen für unterschiedliche magische Traditionen und Interessen. Ihre Einbindung soll magische Macht kontrollierbar machen, dem Reich nutzbar machen und das Gleichgewicht zwischen Krone, Herzogtümern und einflussreichen Gruppen sichern. Damit wird die Ordnung Aklons nicht nur durch Lehnswesen und Heer, sondern zunehmend auch durch institutionalisierte Magie geprägt. | |||
[[ | == DAS LAND == | ||
Aklon liegt zwischen [[Sheldiria]], [[Verilion]] und [[Haralin]] und stellt südlich vom neu strukturierten [[Laikeria]], dem ehemaligen Hadran, das Zentrum des westlichen Kontinentteils. Im Norden grenzt es an das Koboldgebirge, [[Laikirs Narbe]] und den ultorianischen Glaubensstaat, das [[Urs Sanctum]], welcher nach dem Krieg gegen das damalige Hadran auf Bestreben der Kirche und Königin Gudruns aus den gewonnenen Gebieten als „Pufferstaat“ geformt wurde. Sieben [[Herzogtümer Aklons|Herzogtümer]] ([[Klant]], [[Camberion]], [[Schareck]], [[Tornum]], [[Crysofas]], [[Warall]] und [[Raenna]]) vereinen in sich einen Großteil der Landesfläche, nur wenige direkte Kronlehen sind hiervon ausgenommen. | |||
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==== DER ADEL UND DAS LEHENSSYSTEM ==== | |||
[[ | Der Adel existiert in einem komplexen Lehnssystem in dem alle Lehen von der amtierenden Königin ausgehen und diese das Land (mit wenigen Ausnahmen) an ihre Herzöge weitergibt. Diese belehen dann wiederum ihre Ländereien an ihnen lehnspflichtige Adelige. Diese Kette setzt sich bis zu den Rittern nach unten fort. Es ist allerdings nicht zwingend, dass ein höherer Adliger nur Lehen der nächst niedrigeren Stufe vergibt, es ist durchaus üblich, dass ein Herzog zum Beispiel „nur“ eine Grafschaft vergibt, aber viele Rittergüter. In den letzten Jahren ist die Praxis Städten Rechte zu verleihen, häufiger geworden. Dies kann insbesondere in liberaleren Herzogtümern, wie [[Schareck]], gesehen werden. Grundlegend ist die Vergabestrategie der Herzöge ihren politischen Zielen angepasst. Es gilt, dass wenn ein Herzog stark regulieren möchte und eine enge Bindung der Lehensleute wünscht, er einige wenige hochrangige Lehensnehmer und kaum eigene niedrig-rangige oder städtische Lehensnehmer hat. Diese Systeme sind häufig ökonomisch weniger leistungsstark, aber die Bevölkerung wird besser kontrolliert und die Herzogtümer sind militärisch schlagkräftiger, da schnell billige Lehensheere aufgestellt werden können die von einer Ritterkaste angeführt werden. Die Kontrolle Erfolgt hier über den Adel – welcher gut daran tut den Wünschen der Herzöge zu folgen, wenn Sie ihre Privilegien halten wollen. Dies ist das klassische Konzept, welches sich insbesondere in [[Tornum]], [[Camberion]] und [[Crysofas]] bewährt hat. Systeme bei denen die Herzöge selbst mehr niedrig-rangige Lehensnehmer haben (sich aber ebenso einige wenige hochrangige erhalten) haben sich insbesondere in der letzten Generation entwickelt, nachdem Kriege und Armut auf dem Land immer mehr Menschen in die Städte trieben. Hier können die Herzöge nicht mehr mit jedem Lehensnehmer einzeln und persönlich kommunizieren, sondern regieren stärker über allgemeingültige Regeln und Vertragspapiere („Ihr habt unter diesen Bedingungen freie Hand und folgende Rechte“), als durch persönliche Absprachen. Es zeigte sich das diese Systeme ökonomisch stärker sind, aber die Bindung an die herrschenden Häuser sind schwächer ausgeprägt. Der Adel, insbesondere der Landadel, verliert hier deutlich an Macht. Zudem ist es schwieriger, Militär zu mobilisieren, da weniger Personen direkt lehensverpflichtet sind. Man verlässt sich häufig darauf Söldner anzuwerben. Dieses System wurde vor allem in Schareck etabliert (s.u.) und wird inzwischen auch in Warall angenommen. Stirbt ein Lehensnehmer, so fällt das Lehen mit dem Tode des Lehensnehmers zurück an den Lehensgeber. Er kann damit verfahren wie es ihm beliebt. Lediglich der König ist gezwungen ein Lehen binnen 1 Jahres, 6 Wochen und 3 Tagen wieder zu vergeben, alle anderen Lehensherren können ein Lehen auch für sich behalten. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle wird der Lehnsherr aber dem Brauch folgen und das Lehen erneut an einen Erben des verstorbenen Lehensnehmers zu vergeben. Stirbt ein Lehensherr ist es üblich, die Lehen ebenso zu verteilen wie es zuvor der Fall war. Ehrlose sind nicht lehensfähig, d.h. ein überführter Mörder kann ebenfalls niemals belehnt werden. | ||
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==== DIE REICHSRITTER UND DER KRONRAT ==== | |||
Der König oder die Königin selbst ist der Praeceptor/Praecapta eines elitären Ritterordens, welcher zu jeder Zeit nur aus ihm oder ihr und neun von ihm/ihr geadelten Reichsrittern besteht. Diese Reichsritter sind Augen, Ohren und Mund des Königs oder der Königin. Sie kontrollieren im Namen des Königshauses das Land und ihr Wort ist das Wort des Königs. Aus der Mitte der [[Reichsritter]] ernennt der König den Reichsmarschall, welcher als Primus inter pares seinem Kronrat vorsitzt und das Oberkommando über alle Truppen des Reiches hat. Auch aus der Mitte dieser Männer wird der [[Reichsmarschall]] der Reichsgarde ernannt, der Kommandeur des eigenen Heers des Königs. Beraten wird der König von seinem Kronrat, welchem neben den Reichsrittern traditionell die sieben Herzöge Aklons angehören. | |||
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==== DAS GESETZ ==== | |||
Aklon ist ein hochmittelalterlicher Lehnsstaat, das Privileg Recht zu sprechen liegt ausschließlich beim Lehnsherrn oder von ihm benannten Vertretern (i.d.R. Lehnskette, aber ein Graf kann auch entscheiden, dass seine Barone das Recht nicht bekommen und sich selbst drum kümmern – seinen Reichsrittern hat der König das Recht verliehen in seinem Namen zu richten). Schiedsmänner für kleinere Streitigkeiten (z.B. Dorfschulzen) können im Ermessen des jeweiligen Lehnsherrn ernannt werden. Ein Lehnsherr kann auch die Aufgabe von ihm ernannten Richtern übertragen, die letztliche Entscheidung liegt aber immer bei ihm. Das Rechtauf Rechtsprechung kann Teil eines Lehensvertrages sein, wird aber quasi nie unkonditional vergeben. In Kirchenlehen und in religiösen Dingen hat die Ultorianische Kirche das Privileg Recht zu sprechen. Insbesondere in den letzten Jahren kam es zu verstärktem Streit darum, wann es sich um „religiöse“ Dinge handelte. So behinderten sich die Kirche und die weltlich Obrigkeit bei der Verfolgung von Ketzern nicht selten gegenseitig (oder Beweise wurden nur von einer Seite gesammelt und nicht der anderen übergeben). Dies sorgte insbesondere an Orten wo das Recht „vor Ort“ ausgeübt werden durfte, nicht selten zu Misstrauen. | |||
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==== DIE ARMEE ==== | |||
Der König oder die Königin hat das letzte Wort über die Truppen des Reiches. Als Oberkommandierenden ernennt er aus der Mitte der Reichsritter den [[Reichsmarschall]], welcher gleichzeitig Vizekönig ist. Eine Besonderheit zu den üblichen Feudalstaaten ist die Tatsache, dass das Königreich Aklon sich ein stehendes Heer leistet – die Reichsgarde. Oberkommandierender der Reichsgarde ist der Marschall der Reichsgarde, welcher vom König aus der Mitte der Reichsritter ernannt wird. Die sieben Regimenter der Garde werden nominell von den anderen Reichsrittern befehligt, doch diese sind in Friedenszeiten nur selten bei ihren Truppen. Neben der zahlenmäßig geringen Reichsgarde verfügt Aklon über die für Lehnsstaaten typischen Ritter- und Bauernheere, welche letztendlich unter dem Kommando der sieben Herzöge stehen. Einige Herzogtümer setzen inzwischen verstärkt auf Söldner und Mietschwerter. | |||
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==== DER GLAUBE ==== | |||
Staatsreligion in Aklon ist der Glaube an [[Ultor]]. Schon lange vor der aklonischen Reichsgründung befand sich die heilige Synode Ultors dort, wo später die Reichshauptstadt Aklon-Stadt entstand. Ultor, der Gott des Lichts und der Gerechtigkeit ist im göttlichen Pantheon der vehementeste Streiter gegen das Chaos und das Böse und dementsprechend radikal sind auch die Glaubensgrundsätze dieser Religion. Obwohl Staatsreligion, duldet die ultorianische Kirche auch andere Religionen im Reich. So findet man [[Suavis]]-Tempel oder fadeanische Heiligtümer. Insbesondere bei den einfachen Leuten sind diese volksnahen Religionen beliebt. In politischer Hinsicht spielen sie aber keine Rolle. Seitdem die Friedensverträge von Dorrew unterschrieben sind, sind auch Anhänger des Al- Machial wieder „geduldet“ – sind aber häufig Anfeindungen ausgesetzt. [[Malagash]] und [[Arachne]] sind verfehmt. Die ultorianische Synode ist in der Frage zu [[Varkaz]] stark gespalten. Ohne eine vollständige offizielle Linie der Kirche geht Königin Elisabeth (s.u.) immer noch davon aus, dass Varkaz eine Bedrohung ist. In den liberaleren Herzogtümern Warall und Schareck wird dem Glauben an Varkaz aber mehr und mehr Raum gewährt. | |||
Die Ultorianische Kirche steckt ebenso wie das Aklonische Königreich in einer Krise. Entscheidende kirchliche wie weltliche Fragen sind ungeklärt So gibt es keine klare Linie, wie mit Varkaz umzugehen ist. Einige Stimme zweifeln immer noch mehr oder weniger offen die Rechtmäßigkeit der Erhöhung Ubald Torwendils durch Ultor als Nuntius des Wissenden Geistes an. Andere sehen genau darin ein wichtiges Zeichen Ultors nach vielen Jahrzehnten wieder einen Nuntius erwählt zu haben. Die Exkommunikation Königin Elisabeths durch ihren Bruder, Nuntius Ubald und die umgehende Aufhebung selbiger durch Nuntia Tirene Lanelindir stürzt viele Gläubige in eine Krise, die nun zwangsläufig an der Unfehlbarkeit der Nuntii zweifeln müssen. Auch in der Frage des Bürgerkrieges in Aklon gibt es zwar eine offizielle Linie der Unterstützung Elisabeths aber auch Zweifler, ob dieser Kurs der Richtige ist. In kriegerischer Hinsicht hält sich die Ultorianische Kirche aus dem Konflikt heraus, was wiederum ebenfalls zu internen Diskussionen führt, da einige Kräfte ein Einschreiten einfordern. Die Synode in Aklonstadt versuchte, die Fragen in einem Konzil zu klären und die schweren Türen des großen Ultortempels im Herzen Aklonstadts wurden verschlossen, mussten aber ergebnislos auseinandergehen, da Nuntius Ubald Torwendil nicht anwesend war. Angeblich wurde er in Warall und Schareck gesehen wo er für die Vergebung aller Sünden und die Gleichheit vor Ultor predigte. | |||
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== Gegenwart == | |||
König Wentzel reformiert das Königreich und festigt seine Herrschaft nach den Erschütterungen der vergangenen Jahre. Die Neuordnung der Cabalen, das Verhältnis zu den sieben Herzogtümern und die Sicherung der königlichen Autorität bestimmen die Innenpolitik. | |||
== Reformen und jüngere Ereignisse == | |||
König Wentzel ordnete den Großen Kronrat neu und verringerte seine Mitgliederzahl von achtzehn auf sechzehn. Die früheren Reichsritter wurden durch sieben Paladine ersetzt. Jeder von ihnen führt eine Große Cabale der arkanen Künste, die einem der sieben Herzogtümer zugeordnet ist. Reichsmagier Gereon Pankratius führt den Kronrat; auch die Akademien wurden seiner Aufsicht unterstellt. | |||
Die Krone begann, Gebäude und Ländereien der Kirche zu besteuern und begrenzte dadurch deren weltlichen Einfluss. Die 5039 angekündigte Hochzeit Wentzels mit Sigrun von Warall fand nicht statt. | |||
5040 wurde ein geheimer Zirkel grauer Magie bekannt, dem Personen aus dem Umfeld der Reichscabalen zugerechnet wurden. Verbotene Schriften, Gedächtnismagie und ein Trank zur Veränderung von Erinnerungen spielten dabei eine Rolle. Im selben Jahr kam es in der [[Cabal Esperon]] zu einer Katastrophe um ein in einem ehemaligen Ultorkloster gefangenes Wesen. Zahlreiche Adepten und mehrere leitende Magier starben; Kanzler Elarian Selvior und Dekanin Isora Aurumflamme flohen aus dem Hausarrest und werden gesucht. | |||
== Dokumente und Überlieferungen == | |||
* [[Aklonische Chronik]] | |||
* [[Die sieben Reichscabalen Aklons]] | |||
[[Kategorie:Aklon]] | |||
Version vom 26. August 2026, 20:54 Uhr
| Aklon | |
|---|---|
Kartenausschnitt: Aklon | |
| Hauptstadt | Aklon-Stadt |
| Staatsform | Feudalkönigreich |
| Herrscher | König Wentzel Torwendil |
| Religion | Ultor |
| Währung | 1 Goldkrone / 10 Silberlinge / 100 Kupferkreuzer |
| Regionen | Sieben Herzogtümer |
| Status | Bestehend |
Lang lebe der König
Überblick
Aklon entstand nach dem Kataklysmus von 3512 aus den Trümmern des laikerianischen Imperiums. Das Königreich ist ein hochmittelalterlich geprägter Feudalstaat. Die Dynastie Torwendil führt ihre Linie bis zum ersten Herrscher zurück und stellt mit König Wentzel Torwendil den gegenwärtigen Monarchen.
Reich und Herzogtümer
Den größten Teil Aklons bilden die sieben Herzogtümer Klant, Camberion, Schareck, Tornum, Crysofas, Warall und Raenna. Ihre Herzöge, nachgeordneten Lehnsträger und Gefolgschaften tragen die feudale Ordnung des Reiches. Krone, Adel und Reichsritter sind durch Lehnspflichten, Heeresfolge und königliches Recht miteinander verbunden.
Das Königshaus blieb trotz Attentaten, Krieg und inneren Krisen das wichtigste einigende Symbol. Nach Warnulf I. und Elisabeth Torwendil übernahm Wentzel Torwendil die Krone. Reichsmarschall Mark von Schelten gehört zu den bedeutenden Amtsträgern.
Magie und Reichscabalen
König Wentzel bindet Magier und Cabalen stärker in die staatlichen Strukturen ein. Die sieben Reichscabalen Aklons stehen für unterschiedliche magische Traditionen und Interessen. Ihre Einbindung soll magische Macht kontrollierbar machen, dem Reich nutzbar machen und das Gleichgewicht zwischen Krone, Herzogtümern und einflussreichen Gruppen sichern. Damit wird die Ordnung Aklons nicht nur durch Lehnswesen und Heer, sondern zunehmend auch durch institutionalisierte Magie geprägt.
DAS LAND
Aklon liegt zwischen Sheldiria, Verilion und Haralin und stellt südlich vom neu strukturierten Laikeria, dem ehemaligen Hadran, das Zentrum des westlichen Kontinentteils. Im Norden grenzt es an das Koboldgebirge, Laikirs Narbe und den ultorianischen Glaubensstaat, das Urs Sanctum, welcher nach dem Krieg gegen das damalige Hadran auf Bestreben der Kirche und Königin Gudruns aus den gewonnenen Gebieten als „Pufferstaat“ geformt wurde. Sieben Herzogtümer (Klant, Camberion, Schareck, Tornum, Crysofas, Warall und Raenna) vereinen in sich einen Großteil der Landesfläche, nur wenige direkte Kronlehen sind hiervon ausgenommen.
DER ADEL UND DAS LEHENSSYSTEM
Der Adel existiert in einem komplexen Lehnssystem in dem alle Lehen von der amtierenden Königin ausgehen und diese das Land (mit wenigen Ausnahmen) an ihre Herzöge weitergibt. Diese belehen dann wiederum ihre Ländereien an ihnen lehnspflichtige Adelige. Diese Kette setzt sich bis zu den Rittern nach unten fort. Es ist allerdings nicht zwingend, dass ein höherer Adliger nur Lehen der nächst niedrigeren Stufe vergibt, es ist durchaus üblich, dass ein Herzog zum Beispiel „nur“ eine Grafschaft vergibt, aber viele Rittergüter. In den letzten Jahren ist die Praxis Städten Rechte zu verleihen, häufiger geworden. Dies kann insbesondere in liberaleren Herzogtümern, wie Schareck, gesehen werden. Grundlegend ist die Vergabestrategie der Herzöge ihren politischen Zielen angepasst. Es gilt, dass wenn ein Herzog stark regulieren möchte und eine enge Bindung der Lehensleute wünscht, er einige wenige hochrangige Lehensnehmer und kaum eigene niedrig-rangige oder städtische Lehensnehmer hat. Diese Systeme sind häufig ökonomisch weniger leistungsstark, aber die Bevölkerung wird besser kontrolliert und die Herzogtümer sind militärisch schlagkräftiger, da schnell billige Lehensheere aufgestellt werden können die von einer Ritterkaste angeführt werden. Die Kontrolle Erfolgt hier über den Adel – welcher gut daran tut den Wünschen der Herzöge zu folgen, wenn Sie ihre Privilegien halten wollen. Dies ist das klassische Konzept, welches sich insbesondere in Tornum, Camberion und Crysofas bewährt hat. Systeme bei denen die Herzöge selbst mehr niedrig-rangige Lehensnehmer haben (sich aber ebenso einige wenige hochrangige erhalten) haben sich insbesondere in der letzten Generation entwickelt, nachdem Kriege und Armut auf dem Land immer mehr Menschen in die Städte trieben. Hier können die Herzöge nicht mehr mit jedem Lehensnehmer einzeln und persönlich kommunizieren, sondern regieren stärker über allgemeingültige Regeln und Vertragspapiere („Ihr habt unter diesen Bedingungen freie Hand und folgende Rechte“), als durch persönliche Absprachen. Es zeigte sich das diese Systeme ökonomisch stärker sind, aber die Bindung an die herrschenden Häuser sind schwächer ausgeprägt. Der Adel, insbesondere der Landadel, verliert hier deutlich an Macht. Zudem ist es schwieriger, Militär zu mobilisieren, da weniger Personen direkt lehensverpflichtet sind. Man verlässt sich häufig darauf Söldner anzuwerben. Dieses System wurde vor allem in Schareck etabliert (s.u.) und wird inzwischen auch in Warall angenommen. Stirbt ein Lehensnehmer, so fällt das Lehen mit dem Tode des Lehensnehmers zurück an den Lehensgeber. Er kann damit verfahren wie es ihm beliebt. Lediglich der König ist gezwungen ein Lehen binnen 1 Jahres, 6 Wochen und 3 Tagen wieder zu vergeben, alle anderen Lehensherren können ein Lehen auch für sich behalten. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle wird der Lehnsherr aber dem Brauch folgen und das Lehen erneut an einen Erben des verstorbenen Lehensnehmers zu vergeben. Stirbt ein Lehensherr ist es üblich, die Lehen ebenso zu verteilen wie es zuvor der Fall war. Ehrlose sind nicht lehensfähig, d.h. ein überführter Mörder kann ebenfalls niemals belehnt werden.
DIE REICHSRITTER UND DER KRONRAT
Der König oder die Königin selbst ist der Praeceptor/Praecapta eines elitären Ritterordens, welcher zu jeder Zeit nur aus ihm oder ihr und neun von ihm/ihr geadelten Reichsrittern besteht. Diese Reichsritter sind Augen, Ohren und Mund des Königs oder der Königin. Sie kontrollieren im Namen des Königshauses das Land und ihr Wort ist das Wort des Königs. Aus der Mitte der Reichsritter ernennt der König den Reichsmarschall, welcher als Primus inter pares seinem Kronrat vorsitzt und das Oberkommando über alle Truppen des Reiches hat. Auch aus der Mitte dieser Männer wird der Reichsmarschall der Reichsgarde ernannt, der Kommandeur des eigenen Heers des Königs. Beraten wird der König von seinem Kronrat, welchem neben den Reichsrittern traditionell die sieben Herzöge Aklons angehören.
DAS GESETZ
Aklon ist ein hochmittelalterlicher Lehnsstaat, das Privileg Recht zu sprechen liegt ausschließlich beim Lehnsherrn oder von ihm benannten Vertretern (i.d.R. Lehnskette, aber ein Graf kann auch entscheiden, dass seine Barone das Recht nicht bekommen und sich selbst drum kümmern – seinen Reichsrittern hat der König das Recht verliehen in seinem Namen zu richten). Schiedsmänner für kleinere Streitigkeiten (z.B. Dorfschulzen) können im Ermessen des jeweiligen Lehnsherrn ernannt werden. Ein Lehnsherr kann auch die Aufgabe von ihm ernannten Richtern übertragen, die letztliche Entscheidung liegt aber immer bei ihm. Das Rechtauf Rechtsprechung kann Teil eines Lehensvertrages sein, wird aber quasi nie unkonditional vergeben. In Kirchenlehen und in religiösen Dingen hat die Ultorianische Kirche das Privileg Recht zu sprechen. Insbesondere in den letzten Jahren kam es zu verstärktem Streit darum, wann es sich um „religiöse“ Dinge handelte. So behinderten sich die Kirche und die weltlich Obrigkeit bei der Verfolgung von Ketzern nicht selten gegenseitig (oder Beweise wurden nur von einer Seite gesammelt und nicht der anderen übergeben). Dies sorgte insbesondere an Orten wo das Recht „vor Ort“ ausgeübt werden durfte, nicht selten zu Misstrauen.
DIE ARMEE
Der König oder die Königin hat das letzte Wort über die Truppen des Reiches. Als Oberkommandierenden ernennt er aus der Mitte der Reichsritter den Reichsmarschall, welcher gleichzeitig Vizekönig ist. Eine Besonderheit zu den üblichen Feudalstaaten ist die Tatsache, dass das Königreich Aklon sich ein stehendes Heer leistet – die Reichsgarde. Oberkommandierender der Reichsgarde ist der Marschall der Reichsgarde, welcher vom König aus der Mitte der Reichsritter ernannt wird. Die sieben Regimenter der Garde werden nominell von den anderen Reichsrittern befehligt, doch diese sind in Friedenszeiten nur selten bei ihren Truppen. Neben der zahlenmäßig geringen Reichsgarde verfügt Aklon über die für Lehnsstaaten typischen Ritter- und Bauernheere, welche letztendlich unter dem Kommando der sieben Herzöge stehen. Einige Herzogtümer setzen inzwischen verstärkt auf Söldner und Mietschwerter.
DER GLAUBE
Staatsreligion in Aklon ist der Glaube an Ultor. Schon lange vor der aklonischen Reichsgründung befand sich die heilige Synode Ultors dort, wo später die Reichshauptstadt Aklon-Stadt entstand. Ultor, der Gott des Lichts und der Gerechtigkeit ist im göttlichen Pantheon der vehementeste Streiter gegen das Chaos und das Böse und dementsprechend radikal sind auch die Glaubensgrundsätze dieser Religion. Obwohl Staatsreligion, duldet die ultorianische Kirche auch andere Religionen im Reich. So findet man Suavis-Tempel oder fadeanische Heiligtümer. Insbesondere bei den einfachen Leuten sind diese volksnahen Religionen beliebt. In politischer Hinsicht spielen sie aber keine Rolle. Seitdem die Friedensverträge von Dorrew unterschrieben sind, sind auch Anhänger des Al- Machial wieder „geduldet“ – sind aber häufig Anfeindungen ausgesetzt. Malagash und Arachne sind verfehmt. Die ultorianische Synode ist in der Frage zu Varkaz stark gespalten. Ohne eine vollständige offizielle Linie der Kirche geht Königin Elisabeth (s.u.) immer noch davon aus, dass Varkaz eine Bedrohung ist. In den liberaleren Herzogtümern Warall und Schareck wird dem Glauben an Varkaz aber mehr und mehr Raum gewährt.
Die Ultorianische Kirche steckt ebenso wie das Aklonische Königreich in einer Krise. Entscheidende kirchliche wie weltliche Fragen sind ungeklärt So gibt es keine klare Linie, wie mit Varkaz umzugehen ist. Einige Stimme zweifeln immer noch mehr oder weniger offen die Rechtmäßigkeit der Erhöhung Ubald Torwendils durch Ultor als Nuntius des Wissenden Geistes an. Andere sehen genau darin ein wichtiges Zeichen Ultors nach vielen Jahrzehnten wieder einen Nuntius erwählt zu haben. Die Exkommunikation Königin Elisabeths durch ihren Bruder, Nuntius Ubald und die umgehende Aufhebung selbiger durch Nuntia Tirene Lanelindir stürzt viele Gläubige in eine Krise, die nun zwangsläufig an der Unfehlbarkeit der Nuntii zweifeln müssen. Auch in der Frage des Bürgerkrieges in Aklon gibt es zwar eine offizielle Linie der Unterstützung Elisabeths aber auch Zweifler, ob dieser Kurs der Richtige ist. In kriegerischer Hinsicht hält sich die Ultorianische Kirche aus dem Konflikt heraus, was wiederum ebenfalls zu internen Diskussionen führt, da einige Kräfte ein Einschreiten einfordern. Die Synode in Aklonstadt versuchte, die Fragen in einem Konzil zu klären und die schweren Türen des großen Ultortempels im Herzen Aklonstadts wurden verschlossen, mussten aber ergebnislos auseinandergehen, da Nuntius Ubald Torwendil nicht anwesend war. Angeblich wurde er in Warall und Schareck gesehen wo er für die Vergebung aller Sünden und die Gleichheit vor Ultor predigte.
Gegenwart
König Wentzel reformiert das Königreich und festigt seine Herrschaft nach den Erschütterungen der vergangenen Jahre. Die Neuordnung der Cabalen, das Verhältnis zu den sieben Herzogtümern und die Sicherung der königlichen Autorität bestimmen die Innenpolitik.
Reformen und jüngere Ereignisse
König Wentzel ordnete den Großen Kronrat neu und verringerte seine Mitgliederzahl von achtzehn auf sechzehn. Die früheren Reichsritter wurden durch sieben Paladine ersetzt. Jeder von ihnen führt eine Große Cabale der arkanen Künste, die einem der sieben Herzogtümer zugeordnet ist. Reichsmagier Gereon Pankratius führt den Kronrat; auch die Akademien wurden seiner Aufsicht unterstellt.
Die Krone begann, Gebäude und Ländereien der Kirche zu besteuern und begrenzte dadurch deren weltlichen Einfluss. Die 5039 angekündigte Hochzeit Wentzels mit Sigrun von Warall fand nicht statt.
5040 wurde ein geheimer Zirkel grauer Magie bekannt, dem Personen aus dem Umfeld der Reichscabalen zugerechnet wurden. Verbotene Schriften, Gedächtnismagie und ein Trank zur Veränderung von Erinnerungen spielten dabei eine Rolle. Im selben Jahr kam es in der Cabal Esperon zu einer Katastrophe um ein in einem ehemaligen Ultorkloster gefangenes Wesen. Zahlreiche Adepten und mehrere leitende Magier starben; Kanzler Elarian Selvior und Dekanin Isora Aurumflamme flohen aus dem Hausarrest und werden gesucht.