Magie, Alchemie und Pharmazie/Alchemie und Pharmazie: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 6. September 2026, 07:24 Uhr
Alchemie und Pharmazie verwenden im Phönix-System Chymiepunkte und denselben grundlegenden Brauvorgang. Alchemie beschäftigt sich vor allem mit den wundersamen Eigenschaften alchemistischer Tränke, während Pharmazie Arzneien, Drogen und Gifte aus natürlichen und medizinischen Lehren hervorbringt.
Alchemie
Mit der Fertigkeit Alchemie erhält ein Charakter vor jedem Spiel eine unversiegelte Alchemiekarte, mit der er Tränke anhand ihrer Farb- und Geschmackskombination identifizieren kann – auch dann, wenn er die jeweilige Rezeptur nicht beherrscht. Ein Alchemist beginnt mit 10 Chymiepunkten (CP), einer Nieten- und einer Bonusmurmel. CP werden durch rote Murmeln dargestellt und können bei der Charakterentwicklung im Verhältnis 1:1 mit Erfahrungspunkten erhöht werden.
Die Fertigkeit allein erlaubt noch nicht das Brauen jedes Trankes: Die einzelnen Rezepturen müssen gesondert erlernt werden. Jede Rezeptur legt CP-Kosten und Brauzeit fest. Nach Ablauf der Brauzeit wird eine Murmelprobe abgelegt. Bei einer Niete misslingt die Mixtur; bei einer Bonusmurmel werden die gezogenen CP geschont. Verbrauchte CP regenerieren grundsätzlich bei Sonnenaufgang.
Pharmazie
Die Fertigkeit Pharmazie umfasst die sachgemäße Herstellung von Arzneien, Drogen und Giften. Voraussetzung ist Medizin 1 (Erste Hilfe). Ein Pharmazeut erhält eine unversiegelte Chymiekarte zur Identifikation pharmazeutischer Mixturen sowie grundsätzlich 10 Chymiepunkte (CP), eine Nieten- und eine Bonusmurmel. Beherrscht der Charakter bereits Alchemie, erhält er durch Pharmazie keine zusätzlichen CP: Beide Fertigkeiten greifen auf denselben Vorrat an Chymiepunkten zurück.
Die einzelnen pharmazeutischen Rezepturen müssen gesondert erworben werden. Der Brauvorgang und die Murmelprobe funktionieren wie bei der Alchemie. Arzneien unterstützen Heilvorgänge, Drogen besitzen besondere Wirkungen und Abhängigkeitsrisiken, und Gifte entfalten schädliche Wirkungen. Manche Arzneien setzen für die erfolgreiche Anwendung zusätzlich eine medizinische oder chirurgische Behandlung voraus.
Gruppen pharmazeutischer Produkte
- Arzneien und Heilmittel
- Arzneien unterstützen Heilungs- und Regenerationsvorgänge oder dienen besonderen medizinischen Behandlungen. Außerhalb ihres vorgesehenen Anwendungsbereichs haben sie in der Regel keinen weiteren Effekt. Manche Arzneien können nur zusammen mit einer medizinischen oder chirurgischen Behandlung erfolgreich eingesetzt werden.
- Drogen
- Drogen erzeugen besondere Rausch- oder Leistungswirkungen, machen nach dem Regelwerk jedoch bereits nach einmaliger Einnahme abhängig. Bleibt die nächste notwendige Dosis aus, folgen stufenweise schwere Entzugserscheinungen, der Verlust nutzbarer Fähigkeiten und möglicherweise bleibende Schäden. Zwei unterschiedliche Drogen können nicht gleichzeitig eingenommen werden. Mit der in Ibadi entwickelten Cadar-el-mirash-Methode lässt sich aus einer Droge eine Gegenarznei gewinnen, welche die Abhängigkeit beendet.
- Gifte
- Gifte nutzen die schädliche Wirkung pflanzlicher, tierischer oder anderer Substanzen. Sie verursachen je nach Rezept unterschiedliche Beeinträchtigungen und Schäden. Anders als gewöhnliche alchemistische oder pharmazeutische Mixturen können Gifte Speisen oder Getränken beigemischt werden. Herstellung und Einsatz stehen in vielen Ländern unter schweren Strafen.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Beide Fertigkeiten verwenden rote Chymiemurmeln und folgen beim Brauen denselben Grundregeln. Beherrscht ein Charakter sowohl Alchemie als auch Pharmazie, erhält er keinen zweiten Vorrat an Chymiepunkten; beide Fertigkeiten greifen auf denselben Vorrat zurück.
Die Fertigkeiten erschließen jedoch unterschiedliche Rezepturen und Identifikationsmöglichkeiten. Alchemie dient dem Erkennen und Herstellen alchemistischer Tränke. Pharmazie ermöglicht die Identifikation und Herstellung pharmazeutischer Arzneien, Drogen und Gifte und setzt medizinische Grundkenntnisse voraus. Die jeweiligen Rezepturen müssen gesondert erlernt werden.